Die GT-Konvergenzgespräche

Start zum letzten großen GT-Rennen der vergangenen Saison, den 12 Stunden von Sepang © SRO/Dirk Bogaerts

Ohnehin steht der GT-Sport womöglich kurz vor einem Regelumbruch. Seit dem vergangenen Jahr sitzen Hersteller und Verbände wieder zusammen, um ein neues, einheitliches technisches Reglement zu erarbeiten. Und diesmal schaut's so aus, als werde man die Trennung zwischen GTE und GT3 tatsächlich überwinden. Angepeilt ist ein neues Regelwerk für 2019, was bedeutet, dass heuer das Gröbste geklärt werden müsste, um 2018 mit der Entwicklung der neuen Autos beginnen zu können. Planungssicherheit wünschen sich vor allem diejenigen GT-Hersteller, die gerne in Le Mans fahren würden, momentan jedoch über kein GTE-Auto verfügen - allen voran McLaren und Lamborghini.

Von den Konvergenzgesprächen hängt allerdings noch viel mehr ab als nur die sportlichen Expansionspläne in Woking und Bologna. Angenommen, es kommt zur Verschmelzung von GTE und GT3, was geschieht dann mit den Hunderten von GT3-Autos, die derzeit weltweit eingesetzt werden? Man könnte die Autos ja nicht einfach wegschmeißen; ergo müsste es gewisse Übergangsregelungen geben. Was wäre mit einem eigenständigen WM-Format, wo die GT-Kategorie der WEC doch gerade erst WM-Status erhalten hat? Und wie handhabt man die Startplatzvergabe für Le Mans, wenn plötzlich alle GT-Hersteller dort fahren wollen? Die Konvergenzgespräche könnten 2017 für den meisten Gesprächsstoff sorgen.

http://www.motorsport-magazin.com/