Die Rundenzeiten auf der Nordschleife

Am Nürburgring wird 2017 nicht nur die BoP wieder ein zentrales Thema sein, sondern auch die Sicherheit. Mittlerweile sind die GT3-Rundenzeiten auf der Nordschleife deutlich unter acht Minuten gesunken. Die aktuelle Bestmarke steht bei 7:53,375 Minuten. Erstmals durchbrochen worden war die viel diskutierte Acht-Minuten-Schallmauer im August 2014, und ein Jahr später ereignete sich der schlimme Unterluft-Unfall Jann Mardenboroughs, bei dem ein Zuschauer ums Leben kam. Inzwischen ist sich das Fahrerlager weitgehend einig: Die GT3 sind für den Nürburgring zu schnell geworden. Mehr und mehr Aero-Abtrieb hat die Kurvengeschwindigkeiten in bedenkliche Höhen getrieben.

Das Potenzial der Autos scheint unerschöpflich zu sein, sodass wohl schon nach dem nächsten 24-Stunden-Rennen die Zeiten weiter purzeln werden. Die Sicherheitsreserven der Nordschleife dagegen sind begrenzt, und zwar technisch und topographisch genauso wie finanziell. Es wäre also nur logisch, wenn die Boliden bald künstlich verlangsamt würden, um der Strecke nicht noch mehr zuzumuten, als man's sowieso schon tut. Die Entwicklung jedenfalls ist eindeutig: Jahr für Jahr tauschen die Hersteller bei den BoP-Technikern Topspeed gegen Abtrieb. Und genau hier könnte man ansetzten, denn weniger Aero bedeutet nicht nur langsamere Kurvengeschwindigkeiten, sondern auch geringere Kosten.

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