Die Balance of Performance

Bei den Gesprächen geht's übrigens auch darum, wie sich der Einfluss der umstrittenen Balance of Performance reduzieren ließe. 2016 hat der Ruf der des Systems nachhaltig gelitten; bei allen drei Klassikern im Sportwagenkalender gab's mächtig Ärger. Le Mans war geradezu eine Blamage für den Sport, so unerklärlich ist es, wie sich die Macher von den Herstellern nur derart vorführen lassen konnten. In Spa wenigstens griffen die Regelhüter durch, sogar ein Ausschluss von Mercedes wurde erwägt. Es wäre das erste Mal gewesen, dass ein Hersteller für BoP-Schummeleien mächtig eins auf die Mütze bekommen hätte. Statt glatt Rot gab's letztlich Dunkelgelb. Aber ist die Botschaft damit angekommen - bei allen?

Zu befürchten steht, dass auch 2017 wieder gezankt werden wird, denn die BoP bleibt, und das gilt auch für die Zeit ab 2019, wenn ein neues Reglement in Kraft treten könnte. Für die bevorstehende Saison fragt sich eigentlich nur, wie sehr man sich wieder zanken wird. Das Verrückte ist: Die BoP-Systeme sind besser denn je, besonders in der IMSA-Serie sowie bei sämtlichen SRO-Veranstaltungen wie zum Beispiel der Blancpain-Serie. Die Technik ist da und funktioniert, nur muss sie auch konsequent gebraucht werden. 2017 wäre es an der Zeit, dass Hersteller und Verbände endlich ihre politischen Spielchen unterlassen und sich gemeinsam darauf konzentrieren, den Sport wieder glaubwürdiger zu machen.

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